Das Rethwischer Wappen

Es ist in der Vergangenheit wiederholt versucht worden, für die Gemeinde Rethwisch ein Wappen zu entwerfen und genehmigen zu lassen!

Letztendlich ist es im Jahre 1996 dem Bürgermeister Krohn gelungen, nach vielen Beratungen in der Gemeindevertretung, mit Chronisten, einem Heraldiker und Graphiker unseren Ortsnamen "Rethwisch" im Wappen darzustellen:

Das Wappen ist durch einen flachen goldenen Hügel von grün und rot erniedrigt geteilt. Oben aus dem Hügel herausragend drei verschieden große Reethalme, deren Samenstände nach rechts geneigt sind. Darunter das silberne Nesselblatt auf rotem Grund.

Die Reethalme im Wappen beziehen sich auf den ersten Bestandteil des Namens der wappenführenden Gemeinde (Reth). Die mit dem zweiten Bestandteil bezeichnete "Wiese" (wisch) ist durch die Figuren umgebende grüne Schildtinktur angedeutet.
Das Nesselblatt im unteren Teil des Wappens weist nach, daß Rethwisch im Landesteil Holstein liegt.

Rethwisch kommt aus dem plattdeutschen. Heute würde man wohl "Reetwiese" sagen. Die Farbe grün deutet die flache Weidelandschaft an, die von den Gräben, Wettern und Prielen durchzogen wurde und an deren Ufern das namengebende "Reet" wuchs.

Auf einer erhöhten Sandbank siedelten sich unsere Vorfahren in unmittelbarer Nähe zu einem Wasserlauf an, bauten Deiche und begannen die Landschaft zu entwässern. Der goldene flache Hügel deutet das Dorf an, welches ursprünglich vermutlich dem Geschlecht der "Krummendiek" gehörte. Durch Erbgang und Verpfändung kam dann ein Teil des Dorfes zur Grundherrschaft nach Heiligenstedten zum Geschlecht der Ahlefelds, ein Teil kam zum Kloster Itzehoe und der Rest des Dorfes gehörte den Grafen Rantzau auf Breitenburg.

Diese Dreiteilung wird durch die drei Reethalme angezeigt, die im Fuß aber zusammengehören und so die Einheit dokumentieren.

Am 12. September 1996 hat der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein der Gemeinde Rethwisch die Genehmigung erteilt, dieses Wappen zu führen und damit zu siegeln.

Quelle: www.tokro.de